Bürgermeister Anton Jenzer begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher der Ausstellung und war erfreut, dass die Fotos sofort zu angeregten Gesprächen und Austausch von Erinnerungen an Mira Behn und Rameshwar Datt führten. Die zuvor in Indien und Wien gezeigte Ausstellung ist noch bis 21.11. zu Gast im Gemeindesaal von Gaaden.
Universitätsprofessor i.R. Dr. Martin Gaenszle, Kurator der in Indien und Wien gezeigten Ausstellung, referierte eingangs die Geschichte der Ausstellung und Mira Behns Leben in Österreich. Dass Mira Behn gerade Gaaden für ihren langjährigen Aufenthalt im Wienerwald gewählt hatte, war auf ihre Verehrung für Ludwig van Beethoven zurückzuführen. Sie wollte dort leben, wo er seine Inspiration fand. Die Liebe zur Natur und spirituellen Einsichten prägten sowohl Beethovens Musik als auch Mira Behns in Indien geformte Gedankenwelt. Als er das Auditiorium fragte, wer Mira Behn noch persönlich gekannt hatte, erhoben sich beeindruckend viele Arme.
Sodann brachte die Lokalhistorikerin von Gaaden, Dr. Ilona Gälzer, sie hatte die Ausstellung nach Gaaden gebracht und die wichtigsten Ereignisse im Leben Mira Behns schriftlich dokumentiert, einen kurzen Überblick über die zahlreichen Wohnsitze Mira Behns in Gaaden. Den heiteren Schlusspunkt setzte Altbürgermeister Rainer Schramm mit Anekdoten, die sich aus dem Zusammenleben zweier Kulturen seinerzeit ergaben.
Als Überraschungsgast erschien auch Petra Kreuzer. Sie hatte gemeinsam mit ihrem verstorbenen Mann, dem Musiker und Komponisten Albert Kreuzer, vor mehreren Jahren eine CD in Erinnerung an Mira Behn produziert, in der u.a. nicht nur Ausschnitte aus Mira Behns Autobiografie, sondern auch die Originalstimme Mira Behns zu hören sind. Die Gäste der Eröffnung waren eingeladen, die CD in Gedenken an Mira Behn als Geschenk mitzunehmen.

